Jun 16 2010

[Leben] Über die Dummheit des Lebens

Autor: Zettt

Foto von zumito

Gerade habe ich mal wieder das Main Theme von Forrest Gump gehört – einer meiner absoluten Favoriten in Sachen Filmmusik. Dabei wurde mir mal wieder eines bewusst. Wie dumm dieses Leben doch ist und wie blind wir da durch stolpern.

Über die Dummheit des Lebens

Wer den Film kennt, dem erzähle ich hier nichts neues. Aber hier nochmal zur Erinnerung das Lied welches ich ansprach:

Ich darf mich hier mal als Forrest Gump Fan outen. Den Film habe ich geschätzte 50 mal gesehen. Irgendwann hatte ich mir sogar mal einen Sport daraus gemacht zu zählen wie oft. Habe damit aber aufgehört. Darum soll’s hier aber nicht gehen.

Die Dummheit des Lebens

Forrest ist jemand der am Anfang seines Lebens nicht besonders gut laufen kann. Später läuft er dann von Küste zu Küste nur um sehen wie weit er noch laufen kann. Wie in vielen Büchern und Filmen ist das ein Gleichnis für das Leben. Am Anfang unsere Lebens können wir nämlich alle nicht besonders gut laufen. Laufen im Sinne von erfolgreichem Vorankommen im Leben.
Der Punkt der mich jedoch berührt: Seit ich auszog von meinem Elternhaus mit Anfang 20 hat sich mein Leben dramatisch verändert. Damals war ich noch relativ übergewichtig und ziemlich faul. Als ich dann anfing zu studieren änderte sich das. München schien der perfekte Ort um aufzublühen. Die Stadt, die Menschen. All die neuen Erfahrungen und Erlebnisse. Auch damals fing ich an Rad zu fahren und auch generell mit dem Sport. Ich fing an überall wo ich sonst mit dem Auto hingefahren wäre mit dem Rad hin zu fahren. Schliesslich war ich in der Grossstadt, da war alles nur einen Katzensprung weit entfernt. Nachdem ich mit dem Studium fertig war fing ich wieder an ein reges Interesse daran zu entwickeln Musik zu machen. Gleichzeitig fand ich es spannend andere Leute zu unterrichten und mit ihnen meine “Weisheit” zu teilen. Screencasting fing damals auch langsam an. Das hat sich soweit entwickelt, dass ich jetzt Mitte 2010 eigentlich ausschliesslich mein Geld mit Screencasts und Dozenterei verdiene. Das ist irgendwie witzig.
Und ich glaube da steckt was drin nachdem ich die eine Küste erreichte, habe ich nicht einfach aufgehört neue Dinge lernen zu wollen. Stattdessen fing ich an in irgendwas anderem gut sein zu wollen. Eigentlich habe ich seit 20/21 nie aufgehört an irgendwas interessiert zu sein. Ich war immer neugierig auf irgendwas. Und diese Neugier und Kreativität treibt mich jeden Tag an. Mal läuft sich’s nicht so gut, mal besser, aber aufhören mag ich nicht. Vielleicht ist das auch der Grund warum ich manchmal zufrieden grinsend dastehe, wenn irgendwas schwieriges bevorsteht – wie zum Beispiel ein Umzug in ein anderes Land. Diese Dinge sind nicht hundertprozentig schlecht, sondern nur schwierig. Sie gehen aber irgendwann sicherlich vorbei. Etwas das ich von einem Menschen scheinbar gelernt habe, der von sich selbst behauptet, dass er nicht besonders klug sei.

Ich bin ebenfalls nicht besonders klug. Ich halte mich eher für durchschnittlich. So stolper ich durch’s Leben ohne grossartigen Plan darüber zu haben, womit ich morgen mein Geld verdienen werde. Eigentlich bin ich nicht nur dumm, sondern sogar dämlich so etwas überhaupt zu wagen. Aber ich tu’s und ich hoffe ihr tut das auch. Denn nichts fühlt sich besser an als neugierig zu sein und der Welt eine Delle hinterlassen zu wollen.
Das musste jetzt einfach mal gesagt werden.

Erklärende Ergänzung

Vielleicht sollte ich noch kurz sagen, warum ich das hier überhaupt schreibe. Das Thema dieses Blogs ist im grossen Umfang Lifestyle da gehört Twitter genauso dazu wie auch Zeitmangement. Aber vor allem geht es um’s wohlfühlen. Die ganze Zeitmanagement Sache habe ich nicht angefangen um mich zu peinigen und zu knechten, ich wollte mich gut dabei fühlen. Und das tue ich. Deshalb schreibe ich diesen Blog mit Paula, um auch anderen dieses positive Gefühl zu vermitteln.

Eine Person findet diesen Beitrag gut.

Eine Reaktion auf “[Leben] Über die Dummheit des Lebens”

  1. Thomas
    am 23. 06. 10 um 8:23

    Ein ganz toller Beitrag, welcher mich auf jeden Fall ein wenig sentimental gemacht hat! Leider hat nicht jeder die Möglichkeit, so viele Wege zu gehen und zu erkunden, doch ein wenig möchte ich in meinem späteren Leben auch so werden. Momentan studiere ich in meiner Heimatstadt und bin daher recht nah an meiner Ausgangssituation geblieben. Sobald mein Studium fertig ist, möchte ich allerdings etwas von der Welt erleben!