Sep 14 2011

Ordnung schaffen und weniger Prokrastinieren

Autor: Zettt

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Photo von mrfraley

Gehirn sortieren! … Ordnung schaffen! … …

… … …

Was für ein unglücklicher Anfang für einen Artikel… Vor allem einen in dem ich über Ordnung und Grenzen setzen schreiben wollte.

 

Was stört eigentlich?

Wie bereits erwähnt teile ich meinen Tag in mehrere Teile auf. Es gibt Arbeiten und Freizeit — ganz grob.
Während der Arbeitszeit sind gewisse Dinge erlaubt, genauso wie andere Dinge während der Freizeit verboten sind. Grundsätzlich mal gab es 4 Fragen zu beantworten:

  • Rituale: Welche Dinge kann ich regelmässig ausführen? (Frühstücksritual, Pausenritual, …)
  • Rhythmen: Was kann man rhythmisch machen? (Jeden Tag um 10 anfangen zu arbeiten, aufhören um 19 Uhr)
  • Grenzen setzen: Keine Emails während der Arbeitszeit, News lesen in der Freizeit.
  • Prioritäten: Welche Aufgaben haben wann Priorität?

Automatisieren

Somit bin ich relativ schnell auf einen recht “starken” Konsens gekommen. Während der Arbeitszeit sind die Push Notifications aus, der Email Client zu, Google Reader aus und Twitter ebenfalls. An dagegen sind OmniFocus, Time Out.
Durch die geringe Anzahl an Dingen, welche meine Aufmerksamkeit erfordern (eine plötzlich aufpoppende Nachricht über Twitter “Hey, deine Webseite sieht nicht gut aus!”) können gar nicht erst stören. Erst dann, wenn ich mich bewusst dazu entscheide mir unliebsame Dinge, wie etwa solche Kommentare, anzusehen, nehme ich mir Zeit. Dadurch gehe ich viel lockerer mit diesen Dingen um, da ich störenden Dingen nicht mehr erlaube meine “Laune” zu stören.

Hier mal ein ausschnittsweise Abriss einiger Keyboard Maestro Macros:

  • Quit at morning (6:00, 7:00, 8:00 — falls Rechner mal aus):
    • Flux
  • Open at morning:
    • OmniFocus
    • Time Out
  • Not allowed during work times:
    • “While logged in” “repeat every 10 minutes between 10:00 – 18:00″
    • “If conditions met”, “running app NewsRack or YoruFukurou” then “Quit NewsRack/YoruFukurou” and “Growl “Work times!”
  • Launch in the evening:
    • Flux
    • Growl message “You made it!”

Fazit

Es mag sich vielleicht komisch lesen, aber so (ultra-)nervig ich diese Trigger und regelmässigen Pausen (*würg*, entspannen???) auch finde, so gut tun sie mir auch.
Am schwierigsten war wohl zu verstehen, dass der Kopf zwar vormacht, man könne alles immer gleichzeitig machen, vor allem in IT Business, der Körper mag das aber nicht. Die Energie lässt nach ohne das wir es merken, wir prokrastinieren, fühlen uns nicht wohl und haben noch weniger Enerige. Das Spiel beginnt von neu. Was mir half, war zu verstehen, dass ich auch nur ein Mensch bin und mein Körper Bedürfnisse hat, die ich mit dem Kopf gar nicht mehr wahrnehme. Deshalb mache ich jetzt öfter mal Pause.

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