Jun 21 2010

[GTD] Informations-Management mit dem iPhone

Autor: Zettt
iPhone GTD

Foto von Travis Isaacs

Das iPhone gehört bei vielen unserer, zahlreichen, Leser bereits zum Tagesalltag. Ich persönlich nehme das Handy zu praktisch allem her. Sehr nützlich finde ich, dass ich damit Dinge wie Twitter, meine Abonnements und lesenswerte Artikel im Auge behalten oder lesen kann. Bei den ganzen Kanälen die man da so in sich hinein konsumiert haben viele oftmals das Problem der Informationsflut zu bewältigen. Ein paar gewitzte Tipps folgen in diesem Beitrag – mit Screencast.

Das Problem

Zunächst sollte ich wohl erst einmal das Problem schildern – die Informationsflut.
Sobald man sich den Kanälen Twitter und RSS aussetzt, findet man hier und da mal irgendwas interessantes. Oft hat man aber gar nicht die Zeit das jeweilige “Ding” sofort zu konsumieren. Vielmehr möchte man sich Zeit nehmen in Ruhe dieses Ding zu lesen oder anzusehen – in einer ruhigen Minute sozusagen.
Kurz mal Twitter auf um auf neue Nachrichten zu prüfen. Findet man irgendwas von @Zettt oder @ChemieEmma das total interessant ist, jetzt hat man aber keine Zeit das zu lese. Was nun? Faven und später lesen? Anzeigen lassen und den Text in einer Dokument kopieren? Instapaper? Email? Noch weitere Vorschläge?
Mit dem Google Reader geht’s dann gleich weiter. Hier ein interessanter Artikel, da eine interessante Software. Wieder. Was denn nun? Faven, kopieren, Email?
Und so geht das eben weiter.

Die Lösung

Gewitzt wäre es doch, wenn man sein, wie es laut David Allen heisst, Weekly Review mit seinen Social Media Aktivitäten verknüpft. So habe ich mir eine wöchentliche Routine angewöhnt bei der ich alle Inboxen, alles was so unter der Woche rein kommt einmal entleere. Danach fühle ich mich wieder besser und das gute daran: Ich muss kein schlechtes Gewissen haben irgendeinen Artikel vergessen zu haben.
Der einzige Nachteil: Mancher “purer” GTD’ler würde vielleicht sagen “Was? Ein Ding zweimal anschauen und zweimal überlege was man damit macht? Zeitverschwendung!”
Dem kann ich so zwar prinzipiell nicht zustimmen, aber ja, es mag nach etwas mehr Arbeit aussehen. Dabei möchte ich aber eines noch erwähnen. Ich halte nichts von der Attitüde anschauen, einordnen und nie mehr was damit zu tun haben. Manche Dinge brauchen einfach Zeit. Da lohnt sich ein zweiter Blick. Ausserdem braucht es manchmal genauso Zeit erst einmal zu entscheiden was genau mit irgendwas getan werden soll. Deshalb finde ich es besser mit manchen Dinge eben zweimal konfrontiert zu werden, da ich mich bei der Entscheidung, was damit passieren soll, um weiten wohler fühle.
Ein weiteres Argument: Ich spare sogar Zeit! Klingt widersprüchlich. Ich erkläre es kurz. Jeden Sonntag wenn ich mein Weekly angehe und diese ganzen aufgetürmten Stapel von Artikel und favorisiertem sonstwas vor mir sehe, manche sagen “ein amorpher Klumpen Undurchführbarkeit”, dann fange ich an zu sondieren. Will ich diesen Artikel der Mittwochs vielleicht noch interessant war wirklich noch lesen oder ist das nicht ein alter Hut? Habe ich diese Information nicht durch andere Kanäle bereits automatisch mit aufgenommen? Wenn ja, weg damit! Auch andere Artikel erscheinen erst bei dem zweiten Blick so richtig interessant – oder eben das Gegenteil. Ich spare also Zeit, weil ich beim nochmal ansehen, mich frage ob ich diesen Artikel wirklich noch lesen will oder nicht.

Video

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